05.06.2026
Hallo liebe Leser und Leserinnen, mit dieser Erzählung möchte ich euch persönlich über die Entstehung meines ersten Songs berichten. Den Einfall einen Song zu schreiben, bekam ich im Jahre 2000. Die letzte Tanz- und Unterhaltungsband fiel auseinander und ich dachte darüber nach ... mach doch einfach mal etwas anderes, etwas Eigenes und so kam ich auf die Idee – probier doch einmal einen eigenen Song zu schreiben und so begann eine neue Ära für mich als Songwriter.
Die ersten Schritte waren gar nicht so einfach, womit fang ich an, wo bekomme ich eine Melodie her. Ich probierte auf meiner Gitarre einfach ein paar Standardakkorde zu spielen und diese in eine melodische Reihenfolge zu bringen. Das war ja nun gar nicht so schwer und so entstand beim Üben der Akkorde das Gerüst für einen melodischen Song. Die Einteilung für Einleitung, Strophe, Solo und Refrain hörte sich gut an und ich verließ mich einfach auf mein Gefühl und spielte diese Akkorde immer wieder durch. Beim Spielen hatte ich plötzlich eine Melodie im Ohr und ich spielte und summte weiter, bis ich den ganzen Song im Gehör hatte.
Das Ganze gefiel mir sehr gut und ich war stolz darauf meinen ersten Song geschaffen zu haben. Nun fehlte aber noch der Text und ich dachte nach, wie hört sich das Ganze an, welche Aussage und Geschichte zu dem Song passen könnte. Da ging mir ein Spruch aus früheren Zeiten durch den Kopf, der mich nicht mehr losgelassen hat und so sang ich beim Refrain diesen Spruch „An Vodan sei Bua“. Damit meinte ich das eigene Ich, denn ich wollte einfach nur eine schlichte und eingängige Aussage als eigenständige Persönlichkeit hinterlassen.
Der Spruch und die Formulierung „An Vodan sei Bua“ entstand in jüngeren Jahren als ich die ersten Gesellenjahre im Handwerksbetrieb meines Vaters antrat. Die Handwerksfirma meines Vaters war ja schon viele Jahre bekannt und auch die Meister, Gesellen und Lehrlinge anderer Handwerker kannten meinen Vater gut. Nun war auch ich auf den Baustellen vertreten und nach einiger Zeit fragte mich ein Elektromeister: Haaa ... bist jetz du scho da Bua vom Oid'n? Worauf ich ganz spontan zur Antwort gab: jaa ... I bin da Bua vom Voda. Ahaa ... sagte der Elektromeister, du bist also „An Vodan sei Bua“ und ich antwortete: ja genau i bin „An Vodan sei Bua“.
Über diese Antwort hatte damals keiner auf der Baustelle jemals ernsthaft nachgedacht. Nur mir blieb bis heute dieser Spruch in Erinnerung und ich werde diese harte Zeit im elterlichen Betrieb und auf dem Rohbau niemals vergessen.
So komponierte ich den Refrain mit folgenden Worten:
Heast me ned
sigst me ned
I bins an Vodan sei Bua.
Hörst du mich nicht
siehst du mich nicht
Ich bin es, meines Vaters Sohn
Heast me ned
sigst me ned
so schnei gib I no koa Rua.
Hörst du mich nicht
siehst du mich nicht
So schnell gebe ich nicht auf
An Vodan sei Bua -
jea
An Vodan sei Bua.
Meines Vaters Sohn -
jea
Meines Vaters Sohn.
Von diesem Moment an merkte ich, hey, ich kann ja Songs schreiben, das ist ja gar nicht so schwer – ich muss ja nur über mein bisheriges Leben nachdenken. So entstanden bis zum heutigen Tage ca. 50 Geschichten und Erzählungen, die das Leben prägt. Mit dem Song „An Vodan sei Bua“ möchte ich jedem Hörer Mut machen, sich selbst niemals aufzugeben und im Leben immer weiterzugehen.
Grüße aus der Hallertau
Erwin Kopold
HolleGreat
Songtext kostenfrei downloaden: